Über mich

Mein Name ist Matthias Büttner, ich bin Jahrgang 1964.

Wie sich der Eisenbahnvirus auf mich übertrug, kann ich nicht sagen. Kindheitserinnerungen mögen eine Rolle gespielt haben, beispielsweise die abenteuerlichen Zugreisen zur Verwandtschaft in die DDR. Oder war es die kleine Fleischmann-Lok, die ich zu Weihnachten geschenkt bekam, als ich 6 Jahre alt war?

Ein Meilenstein war sicherlich mein 15. Geburtstag. Von meinen Eltern bekam ich das Buch „Die Lokomotiven der Deutschen Bundesbahn“ von Michael Mehltretter geschenkt. Dieses Buch habe ich regelrecht verschlungen. Endlich hatte ich Informationen darüber, dass zwar die Dampflokzeit bei der DB endgültig vorbei war, aber noch immer betagte und interessante Diesel- und Altbau-E-Loks die deutschen Gleise befuhren.

Außerdem wurde dadurch meine Neugier geweckt, wie es wohl jenseits der Grenze aussah, wo Gerüchte über umfangreiche Dampflokeinsätze in nahezu allen Ostblockstaaten die Runde machten.

Im Jahr 1990 lernte ich meine Freunde Berthold und Markus kennen, beide Eisenbahnfans.
Ebenfalls in diesem Jahr, hatten sich die Grenzen quasi über Nacht geöffnet, sowohl die innerdeutsche, als auch die zu allen osteuropäischen Ländern. Nun begann die Zeit der ersten großen Reisen für uns. Auch die Plandampfveranstaltungen im Osten Deutschlands waren immer beliebte Ziele. Einzig die bisweilen knappe Reisekasse und die nur begrenzt zur Verfügung stehende Zeit hielten uns von noch umfangreicheren Touren ab. Nachdem dann 1992 in fast allen europäischen Ländern das Ende des planmäßigen Dampfbetriebs gekommen war, blieb nur noch China, um in größerem Umfang Dampfloks im Alltagsbetrieb zu erleben. So führten mich 3 Reisen ins Reich der Mitte, wie sich China selber nennt.

Außer dem reinen Dampfbetrieb interessierte mich aber auch das eine oder andere Kleinod vor der Haustüre. Alte Schienenbusse, altrote Dieselloks, Altbau-E-Loks, auch besondere Strecken, wie die Schwarzwald-, Höllental- oder Donautalbahn gehörten zu meinen gerne aufgesuchten Zielen.

Fotografie

Mit 11 Jahren bekam ich von meinem Vater dessen ausrangierte Voigtländer Vito CL, eine Kleinbild-Sucherkamera, geschenkt. Anfangs war ich mit der Technik noch überfordert und so kam es nicht nur einmal vor, dass ich im Fotoladen gespannt die Negative oder Dias aus der Tüte zog und auf gähnend schwarze Streifen glotzte. Die Enttäuschung war natürlich groß.

Aber so lernte ich die Grundzüge der Fotografie kennen. Aus Fehlern wird man klug, sagt der Volksmund! Verwackelte Aufnahmen, unscharfe Bilder, über- oder unterbelichtete Fotos, all das gehörte dazu, um die Zusammenhänge zwischen Blende, Belichtungszeit und Filmempfindlichkeit zu ergründen.

1987 hatte ich die Gelegenheit, eine gebrauchte Fotoausrüstung zu erstehen, deren Herzstück aus einer Minolta-Spiegelreflexkamera SRT-101 bestand. Dies war zwar immer noch eine rein mechanische Kamera, bei der man alles manuell einstellen musste, aber ich lernte die Vorteile der Spiegelreflextechnik schätzen. Auch Bücher halfen mir dabei, meinen Wissenshorizont in Sachen
Fotografie zu erweitern (siehe Foto unten). Dadurch lernte ich langsam mit dem Sonnenlicht besser umzugehen bzw. es gezielt einzusetzen. Nachteilhaft war dabei, dass ich fortan gerne Aufnahmen mit Licht im Rücken machte, was aus heutiger Sicht eher langweilige und wenig stimmungsvolle Aufnahmen ergab.

1995 kaufte ich mir als Erweiterung meines Sets aus Kamera und Objektiven eine Minolta XE-1. Diese Kamera wurde in den 70er-Jahren in Kooperation zwischen Minolta und Leitz entwickelt und hatte einen hochpräzisen vertikal ablaufenden Metall-Lamellenverschluss, wie er beispielsweise auch in der Leica R3 eingebaut ist. Ein Wunderwerk der Mechanik! Mit dieser Kamera fotografiere ich heute noch gerne.

Um die Jahrtausendwende schloss ich mich dem örtlichen Fotoclub an. Hier war zwar die Eisenbahn weniger das Thema, aber ich profitiere bis heute von den Fachgesprächen, den fotografischen Themen, den Erfahrungen der anderen Clubmitglieder oder einfach durch das „über den Tellerrand hinaus schauen“.

Der Digitaltechnik stand ich zugegebenermaßen sehr kritisch gegenüber. 2006 wagte ich mit einer kleinen Kompaktkamera von Canon erste Schritte hin zum digitalen Fotografieren. Die dabei erzielte Qualität und das einfache Fotografieren begeisterten mich. Auch die Möglichkeiten der Nachbearbeitung waren und sind für mich unerschöpflich. So entschied ich mich 2009 dazu, mir eine digitale Spiegelreflexkamera zuzulegen, die Nikon D90. Diese wurde 2019 von der Nikon D750 abgelöst, welche meine Erwartungen an das Vollformat nicht erfüllen konnte. So wechselte ich 2023 mit der Nikon Z6II auf die spiegellose Technik. Ich genieße heute alle Vorzüge der Digitaltechnik, insbesondere das schnelle Wechseln der „Filmempfindlichkeit“ bei schlechten Lichtverhältnissen. Nachdem meine Augen schlechter wurden, schätze ich auch den hochpräzisen Autofocus. Vieles ist einfacher geworden. Aber der Blick und das Gespür für das Motiv, muss immer noch der Fotograf haben. Oder einfach die nötige Portion Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein oder viel, viel Geduld zu haben!

Meine Kameras: Voigtländer Vito CL von 1964 (links) über die beiden Minoltas (Mitte) bis zur digitalen Nikon D90 (2009, rechts). Nicht auf dem Bild, die neue Nikon Z6II.

Dank

Bedanken möchte ich mich zuerst bei allen Besuchern dieser Seite. Wem die Bilder und Texte gefallen, der möge die Seite weiter empfehlen. Natürlich freue ich mich sehr über Ihre Rückmeldung, am besten per Mail an: kontakt@dampfwolke.de

Bedanken möchte ich mich auch bei meinen Freunden Berthold und Markus für unzählige gemeinsame Reisen und die gegenseitige Unterstützung, auch wenn mal nicht alles glatt lief. Das konnte in den Ländern, die wir bereisten, schon mal passieren. So richtig macht das Hobby nur gemeinsam Spaß!

Außerdem möchte ich mich bei Jan Dieterich und Christian Schneider herzlich bedanken, die mich bei der Erstellung/Modernisierung der Homepage sehr unterstützt haben.