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Der Autor in Rumänien 1993
Mein Name ist Matthias Büttner, ich bin Jahrgang 1964.
Wie sich der Eisenbahnvirus auf mich übertrug, kann ich nicht sagen. Kindheitserinnerungen mögen eine Rolle gespielt haben, beispielsweise die abenteuerlichen Zugreisen zur Verwandtschaft in die DDR. Oder war es die kleine Fleischmann-Lok, die ich zu Weihnachten geschenkt bekam, als ich 6 Jahre alt war?
Ein Meilenstein war sicherlich mein 15. Geburtstag. Von meinen Eltern bekam ich das Buch "Die Lokomotiven der Deutschen Bundesbahn" von Michael Mehltretter geschenkt. Dieses Buch habe ich regelrecht verschlungen. Endlich hatte ich Informationen darüber, dass zwar die Dampflokzeit bei der DB endgültig vorbei war, aber noch immer betagte und interessante Diesel- und Altbau-E-Loks die deutschen Gleise befuhren. Bild nicht verfügbar. Außerdem wurde dadurch meine Neugier geweckt, wie es wohl jenseits der Grenze aussah, wo Gerüchte über umfangreiche Dampflokeinsätze in nahezu allen Ostblockstaaten die Runde machten.
Im Jahr 1990 lernte ich meine Freunde Berthold und Markus kennen, beide Eisenbahnfans. Ebenfalls in diesem Jahr, hatten sich die Grenzen quasi über Nacht geöffnet, sowohl die innerdeutsche, als auch die zu allen osteuropäischen Ländern. Nun begann die Zeit der ersten großen Reisen für uns. Auch die Plandampfveranstaltungen im Osten Deutschlands waren immer beliebte Ziele. Einzig die bisweilen knappe Reisekasse und die nur begrenzt zur Verfügung stehende Zeit hielten uns von noch umfangreicheren Touren ab. Nachdem dann 1992 in fast allen europäischen Ländern das Ende des planmäßigen Dampfbetriebs gekommen war, blieb nur noch China, um in größerem Umfang Dampfloks im Alltagsbetrieb zu erleben. So führten mich 3 Reisen ins Reich der Mitte, wie sich China selber nennt.
Außer dem reinen Dampfbetrieb interessierte mich aber auch das eine oder andere Kleinod vor der Haustüre. Alte Schienenbusse, altrote Dieselloks, Altbau-E-Loks, auch besondere Strecken, wie die Schwarzwald-, Höllental- oder Donautalbahn gehörten zu meinen gerne aufgesuchten Zielen.

Fotografie

Mit 11 Jahren bekam ich von meinem Vater dessen ausrangierte Voigtländer Vito CL, eine Kleinbild-Sucherkamera, geschenkt. Anfangs war ich mit der Technik noch überfordert und so kam es nicht nur einmal vor, dass ich im Fotoladen gespannt die Negative oder Dias aus der Tüte zog und auf gähnend schwarze Streifen glotzte. Die Enttäuschung war natürlich groß. Aber so lernte ich die Grundzüge der Fotografie kennen. Aus Fehlern wird man klug, sagt der Volksmund! Verwackelte Aufnahmen, unscharfe Bilder, über- oder unterbelichtete Fotos, all das gehörte dazu, um die Zusammenhänge zwischen Blende, Belichtungszeit und Filmempfindlichkeit zu ergründen.
1987 hatte ich die Gelegenheit, eine gebrauchte Fotoausrüstung zu erstehen, deren Herzstück aus einer Minolta-Spiegelreflexkamera SRT-101 bestand. Dies war zwar immer noch eine rein mechanische Kamera, bei der man alles manuell einstellen musste, aber ich lernte die Vorteile der Spiegelreflextechnik schätzen. Auch Bücher halfen mir dabei, meinen Wissenshorizont in Sachen Fotografie zu erweitern (siehe Foto unten). Dadurch lernte ich langsam mit dem Sonnenlicht besser umzugehen bzw. es gezielt einzusetzen. Nachteilhaft war dabei, dass ich fortan gerne Aufnahmen mit Licht im Rücken machte, was aus heutiger Sicht eher langweilige und wenig stimmungsvolle Aufnahmen ergab.
1995 kaufte ich mir als Erweiterung meines Sets aus Kamera und Objektiven eine Minolta XE-1. Diese Kamera wurde in den 70er-Jahren in Kooperation zwischen Minolta und Leitz entwickelt und hatte einen hochpräzisen vertikal ablaufenden Metall-Lamellenverschluss, wie er beispielsweise auch in der Leica R3 eingebaut ist. Ein Wunderwerk der Mechanik! Mit dieser Kamera fotografiere ich heute noch gerne.
Um die Jahrtausendwende schloss ich mich dem örtlichen Fotoclub an. Hier war zwar die Eisenbahn weniger das Thema, aber ich profitiere bis heute von den Fachgesprächen, den fotografischen Themen, den Erfahrungen der anderen Clubmitglieder oder einfach durch das "über den Tellerrand hinaus schauen".
Der Digitaltechnik stand ich zugegebenermaßen sehr kritisch gegenüber. 2006 wagte ich mit einer kleinen Kompaktkamera von Canon erste Schritte hin zum digitalen Fotografieren. Die dabei erzielte Qualität und das einfache Fotografieren begeisterten mich. Auch die Möglichkeiten der Nachbearbeitung waren und sind für mich unerschöpflich. So entschied ich mich 2009 dazu, mir eine digitale Spiegelreflexkamera zuzulegen. Die Nikon D90 hat all meine Erwartungen übertroffen und ich genieße heute alle Vorzüge der Digitaltechnik, insbesondere das schnelle Wechseln der "Filmempfindlichkeit" bei schlechten Lichtverhältnissen. Nachdem meine Augen schlechter wurden, schätze ich auch den hochpräzisen Autofocus. Vieles ist einfacher geworden. Aber der Blick und das Gespür für das Motiv, den muss immer noch der Fotograf haben. Oder einfach die nötige Portion Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein oder viel, viel Geduld zu haben!
Bild nicht verfügbar. Meine Kameras: Voigtländer Vito CL von 1964 (links) über die beiden Minoltas (Mitte) bis zur digitalen Nikon D90 (2009, rechts).

Buchprojekt

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!! JETZT LIEFERBAR !!
Sie suchen ein individuelles Geschenk für einen Eisenbahnfan oder möchten sich selber etwas Gutes tun?
"Tatort Bahndamm" ist ein etwas anderes Eisenbahnbuch. Kein reiner Bildband, sondern ein Buch mit vielen Geschichten rund um die Erlebnisse der Autoren beim Bereisen der beschriebenen Länder: Polen, Rumänien, Türkei, Indien, Pakistan und die Volksrepublik China.
Klar war die Suche nach den schönsten Fotomotiven rund um die letzten Dampfloks im regulären Planbetrieb der eigentliche Beweggrund für unzählige Reisen, hauptsächlich in den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Doch einfache Dinge, wie die Hotelreservation oder das Erstehen einer Fahrkarte in China wurden bisweilen zum Abenteuer. Oder als blinder Passagier in einem Güterzug auf der polnischen Ostbahn, als "Spion" in Rumänien, beim riskanten Fotografieren einer strategisch wichtigen Eisenbahn-/Straßenbrücke in Pakistan und viele weitere Abenteuer...
Natürlich kommen auch die Freunde der Fotografie auf ihre Kosten. Das Buch ist mit über 400 farbigen, teils großformatigen Abbildungen illustriert, die passend zu den Geschichten ausgewählt wurden und das Ende einer Epoche nachzeichnen.
Lassen Sie sich zurückversetzen in eine Zeit, in der der Eisenbahnbetrieb noch richtig harte Arbeit und die Dampfloks noch unentbehrliche Arbeitstiere waren...

Fakten zum Buch:
- Titel: "Tatort Bahndamm - Abenteuer und Erlebnisse auf der Suche nach den letzten Dampfloks der Welt"
- Autoren: Matthias Büttner, Markus Fischer, Berhold Halves.
- 248 Seiten, Format 22 x 26cm, 170g/m2 Kunstdruckpapier, Fadenheftung, Einband mit Hardcover.
- Verkaufspreis: EUR 59,90
- Bezug: Im Buchhandel (ISBN: 978-3-944237-09-1) oder beim Eisenbahn-Fachbuch-Verlag, Coburg, Tel. 09561/819870 oder beim Autor: kontakt@dampfwolke.de.

Dank

Bedanken möchte ich mich zuerst bei allen Besuchern dieser Seite. Wem die Bilder und Texte gefallen, der möge die Seite weiter empfehlen. Natürlich freue ich mich sehr über Ihre Rückmeldung, am besten per mail an: kontakt@dampfwolke.de oder durch einen Eintrag im Gästebuch.
Bedanken möchte ich mich auch bei meinen Freunden Berthold und Markus für unzählige gemeinsame Reisen und die gegenseitige Unterstützung, auch wenn mal nicht alles glatt lief. Das konnte in den Ländern, die wir bereisten, schon mal passieren. So richtig macht das Hobby nur gemeinsam Spaß!
Außerdem möchte ich mich bei Jan Dieterich herzlich bedanken, der mir die Homepage programmiert hat.
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© 2014-17 www.dampfwolke.de | Matthias Büttner